FARBTONALE 2026 - Ausgabe I.

deutsch-polnische Kunstaktionswoche im Steinhaus

Wir laden ein zu unserem Projekt „FARBTONALE 2026" - Ausgabe 01. 

Die Workshopwoche steht dieses Jahr thematisch im Kontext des „Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ und orientiert sich am Projektthema „Kunst spricht Klartext – jüdische Perspektiven im Dialog“. Sie lädt dazu ein, sich mit jüdischen Perspektiven in Geschichte und Gegenwart künstlerisch auseinanderzusetzen. Im Fokus stehen dabei nicht religiöse, sondern kulturelle, gesellschaftliche und künstlerische Ausdrucksformen, die jüdische Stimmen, Geschichten und Sichtweisen sichtbar machen – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dabei gibt es die Möglichkeit, an mehrtägigen deutsch-polnischen Kunstworkshops teilzunehmen. Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Neben den Workshops gibt es jeden Abend ein Kulturangebot. Das Projekt bietet eine sehr gute Möglichkeit, Kunst, Kultur und Nachbarland besser kennenzulernen und neue Bekanntschaften zu schließen. 

Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei (es fallen ggbfs. Eintrittsgelder beim Besuch des Bautzner Museums an). Das Mindestalter für die Teilnahme ist 18 Jahre. Verpflegung für die gesamte Woche ist mit inbegriffen. Die Workshops werden immer durch eine/n Dolmetscher:in vor Ort begleitet und unterstützt. Aber Achtung! Die Plätze sind begrenzt! 


PROJEKTABLAUF:

  • 17.05.2026 | 15:00 Uhr Projektbeginn (Busabfahrt 12:00 in Jelenia Góra) | 15:30 Uhr Besuch des Bautzner Museums für einen Auftakt Vortrag „Zuhause in Bautzen – Jüdisches Leben in Bautzen 1871–1945“

  • 18.05. – 22.05.2026 | 9:00 – 17:00 Uhr Workshops, am 22.05. danach Abschlusspräsentation

  • 18.05. | Führung durch Bautzen „Zeichen wider das Vergessen – ‚Stolpersteine‘ zur Erinnerung an einstige jüdische Mitbürger“.

  • 23.05.2026 | 9:30 Uhr Abreise der polnischen Teilnehmenden

Ein detaillierter Ablaufplan wird den Teilnehmenden vor Beginn zur Verfügung gestellt. 


WORKSHOPS:


„jüdisches Leben in Bautzen“ – experimentelle Malerei
Dieser Workshop lädt dazu ein, sich künstlerisch mit jüdischer Geschichte, Kultur und Lebensrealitäten auseinanderzusetzen. Ausgehend von Einblicken in historische Hintergründe sowie ausgewählten Biografien entstehen eigene bildnerische Arbeiten. Im Mittelpunkt stehen Zeichnung, Malerei und illustrative Techniken, mit denen persönliche Eindrücke und gemeinsame Themen kreativ umgesetzt werden. Dabei werden u. a. jüdische Feste, Symbole und Lebensgeschichten aufgegriffen. Neben individuellen Arbeiten entsteht auch ein gemeinsames Kunstwerk. Ergänzend kann ein historischer Ort als Inspiration einbezogen werden. Die entstandenen Bilder werden in einer Abschlusspräsentation ausgestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Workshopmaterialien sind im Steinhaus vorhanden. 

„Voice & Memory – Chor der Geschichten“ - Chorgesang
Dieser Workshop widmet sich der Verbindung von Stimme, Sprache und Erinnerung. Ausgehend von Texten und Zitaten jüdischer Autor:innen aus Literatur, Dichtung, Tagebüchern und Philosophie entstehen gemeinsame klangliche Ausdrucksformen. Die Teilnehmenden setzen sich mit unterschiedlichen Facetten jüdischen Lebens auseinander – von historischen Erfahrungen bis hin zu Momenten von Freude, Alltag und kultureller Vielfalt. Die ausgewählten Texte werden gesprochen, gesungen oder rhythmisch interpretiert und in einen neuen künstlerischen Zusammenhang gebracht. Im gemeinsamen Prozess entsteht ein Klangstück, das persönliche Zugänge mit kollektiven Erinnerungen verbindet. Die Ergebnisse werden in einer Abschlusspräsentation vorgestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Workshop richtet sich an alle, die Interesse an Stimme, Musik und kreativem Ausdruck haben.


Slow photography mit der Lochkamera – Wie lässt sich etwas darstellen, was nicht mehr da ist? 
Dieser Workshop widmet sich der entschleunigten Fotografie mit der Lochkamera und der Frage, wie sich Spuren von Vergangenheit sichtbar machen lassen. Durch lange Belichtungszeiten entstehen Bilder, in denen Bewegung verschwindet und nur Andeutungen und Fragmente erhalten bleiben. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit jüdischem Leben in Bautzen, begeben sich die Teilnehmenden auf die Suche nach sichtbaren und unsichtbaren Spuren im Stadtraum und setzen diese fotografisch um. Zu Beginn bauen die Teilnehmenden ihre eigenen Lochkameras und sammeln erste Erfahrungen mit analoger Fotografie. Die entstandenen Aufnahmen werden anschließend selbstständig in der Dunkelkammer entwickelt. Die Ergebnisse werden in einer Abschlusspräsentation gezeigt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich auf eine entschleunigte Form der Fotografie einzulassen.


Das Projekt findet im Steinhaus (Steinstraße 37, 02625 Bautzen) statt.

Für die Teilnahme ist jeweils das Anmeldeformular vollständig auszufüllen und an das Steinhaus zu senden. Die Anmeldung ist abgeschlossen, sobald die Teilnahme von uns bestätigt wird.

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Ansprechpartnerin für Rückfragen:


Tabea Neumann
tabea.neumann@steinhaus-bautzen.de
Telefon: 03591 531 99 72




Das Projekt „Zukunft Kultur: europäisch, bunt und für alle!” wird durch die Europäische Union aus den Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2021-2027 mitfinanziert. Die Projektpartner sind das Jeleniogórskie Centrum Kultury (JCK) in Jelenia Góra (PL), das Steinhaus in Bautzen sowie die RABRYKA in Görlitz. 
Datum & Uhrzeit
Sonntag
17. Mai 2026
Start: 15:00 Uhr
Samstag
23. Mai 2026
Ende: 10:00 Uhr
Ort

Steinhaus e. V.

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Steinstraße 37
02625 Bautzen
Deutschland
03591 531 99 66
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Verstanstalter

Steinhaus e. V.

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