Zwischen Bleiben und Gehen - DDR-Drama „Barbara“ von Christian Petzold im Steinhaus-Kino
Das Kino im Bautzener Steinhaus zeigt am Mittwoch, den 30. Mai um 20 Uhr das Drama „Barbara“ von Christian Petzold um eine Ärztin in der DDR zwischen Fluchtgedanken und zwei Männern auf beiden Seiten der deutsch-deutschen Grenze. Hochspannend und emotional, dicht und ganz gegenwärtig erzählt der Film von Menschen, die sich mit größter Wachheit begegnen; von einer Wahrheit, die es nicht ohne die Lüge gibt, und der Liebe, die vor sich selber auf der Hut ist; von der Freiheit zu gehen und der Freiheit zu bleiben.
Sommer 1980. Barbara hat einen Ausreiseantrag gestellt. Sie ist Ärztin, nun wird sie strafversetzt, aus der Hauptstadt in ein kleines Krankenhaus tief in der Provinz, weitab von allem. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, arbeitet an der Vorbereitung ihrer Flucht, die Ostsee ist eine Möglichkeit. Barbara wartet. Die neue Wohnung, die Nachbarn, der Sommer und das Land, all das berührt sie nicht mehr. Sie arbeitet in der Kinderchirurgie unter Leitung ihres neuen Chefs Andre, aufmerksam gegenüber den Patienten, distanziert zu den Kollegen. Ihre Zukunft fängt später an. Andre verwirrt sie. Sein Vertrauen in ihre beruflichen Fähigkeiten, seine Fürsorge, sein Lächeln. Warum deckt er ihr Engagement für die junge Ausreißerin Stella? Ist er auf sie angesetzt? Ist er verliebt? Barbara beginnt die Kontrolle zu verlieren. Über sich, über ihre Pläne, über die Liebe. Der Tag ihrer geplanten Flucht steht kurz bevor.
Christian Petzold wurde für „Barbara" auf der Berlinale 2012 mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet. Zum herausragenden Ensemble des Films gehören Nina Hose (Yella, Jeri-Chow), Ronald Zehrfeld (Im Angesicht des Verbrechens), Jasna Fritzi Bauer (Im Alter von Ellen), Mark Wasche (Haber-Mann) und Rainer Bock (Das weisse Band).
- Links:
Mehr zum Film: www.barbara-der-film.de
Der Trailer: www.youtube.com/watch


