Szenen aus der Dokumentation „The Black Power Mixtape 1967-1975“ von Göran Olsson. Im Bild: Angela Davis (Fotos: Inspiring Media&Film Verleih)

Im Bild: Martin Luther King Jr. und Harry Belafonte

Im Bild: Eldridge Cleaver

Im Bild: Angela Davis und Bosse Holmst


Freitag, 27. Januar 2012

Ein Portrait der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA

Das Kino im Bautzener Steinhaus zeigt am Mittwoch, den 8. Februar um 20 Uhr die Dokumentation „The Black Power Mixtape 1967-1975“ über die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung in den USA. Ein Film, der wie eine Blaupause wirkt für die Geschehnisse rund um so viele hochaktuelle Wutbürger-Proteste und Aufstände der verschiedensten Arten zwischen Gorleben, Berlin und Stuttgart, Kairo, Damaskus, Tripolis, London oder Athen.

Ende der 1960er reisten schwedische Journalisten in die USA, um die Hintergründe des US-amerikanischen Bürgeraufstandes der farbigen Bevölkerung zu recherchieren. Die Europäer fanden Zugang zu den Anführern des Black Power Movement – unter anderem zu Stokely Carmichael, Bobby Seale, Angela Davis und Eldridge Cleaver – und es gelang ihnen, diese Ikonen des Aufstands in sehr privaten Momenten zu filmen und Interviews mit ihnen zu führen. Dennoch verschwand das Material in den Archiven und wurde erst mehr als 30 Jahre später wiederentdeckt.

Der schwedische Regisseur Göran Olsson hat daraus u.a. mit Danny Glover als Koproduzent „The Black Power Mixtape 1967-1975“ gemacht – ein Mosaik von Bildern, brandneuer Musik und aktuellsten Erzählerstimmen. Eine Chronik der bis heute wichtigsten, einflussreichsten und bedeutendsten Bürgerbewegung aller westlichen Demokratien. Ein packendes, hoch emotionales zeitgeschichtliches Dokument der größten Stunde der US-Amerikanischen Bürgerrechte: Der Black Power Bewegung. Musik von Questlove (The Roots) und Om'Mas Keith werden dabei kombiniert mit Kommentaren und Erzählungen von prominenten Afro-Amerikanern, deren kreativer Ausdruck und Leben von der Black Panther Bewegung stark beeinflusst war und ist. Dazu gehören unter anderem Erykah Badu, Harry Belafonte, Talib Kweli und Melvin Van Peebles. So bekommt das zeitgeschichtliche Filmmaterial neue Impulse. Zusammen mit der hohen visuellen Kraft der cinematografisch starken Bilder ist ein frischer, hochaktueller Film entstanden.