Partner und Förderer

Demokratie Versprühen!

... ist ein sachsenweites Projekt zur Förderung demokratischer Handlungsweisen, anlässlich des 20. Jahrestages der Friedlichen Revolution im Herbst '89.

 

Wer wir sind

Demokratie Versprühen! ist ein Kooperationsprojekt zwischen den sächsischen BStU Außenstellen, der Sächsischen Bildungsagentur (Regionalstelle Leipzig), der Lehreinheit Fachdidaktik Geschichte des Historischen Seminars der Universität Leipzig, der Gedenkstätte Bautzen, dem Graffitiverein Leipzig und dem Soziokulturellen Zentrum Steinhaus in Bautzen.

Alle Partner sind erfahren in der Durchführung von Projekten, der außerschulischen Jugendbildung sowie der Multiplikatorenfortbildung. Sie verfügen über ein entsprechendes Know How und ausreichende Ressourcen. Die Idee und Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes Demokratie Versprühen! kann als „gewachsen“ bezeichnet werden.

Als Akteure in einem belastbaren Netzwerk von Initiativen und Vereinen der Jugend- und Sozialarbeit, Institutionen der Kulturarbeit sowie Kommunen, Behörden und Gedenkstätten setzten wir in der Projektumsetzung zudem auf die Kooperation mit regionalen Akteuren.

 

Die Schirmherrschaft über das Projekt haben der Sächsische Kultusminister Prof. Dr. Roland Wöller, der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Burkhard Jung sowie der Oberbürgermeister der Stadt Plauen, Ralf Oberdorfer und die Oberbürgermeisterin von Dresden, Helma Orosz übernommen.

 

Was wir wollen

 Als erster erfolgreicher antidiktatorischer Aufstand in der deutschen Zeitgeschichte gehört die Friedliche Revolution zu einem wesentlichen Teil der demokratischen Tradition unserer politischen Gegenwartskultur. Indem die Menschen im Osten Deutschlands vor zwanzig Jahren zivilgesellschaftliches Engagement zeigten, errangen sie die Demokratie. Diese Errungenschaft mag die Berliner Republik zwar mit Stolz erfüllen, doch ein Blick auf problematische Tendenzen verdeutlicht die Herausforderungen unserer Demokratie, denen es sich zu stellen gilt.

Heute beobachten wir verstärkt (nicht nur) bei jungen Menschen, ein ansteigendes politisches Desinteresse. Dem entgegen steht ein wachsender Zulauf in (rechts)extreme Gruppierungen und Organisationen. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, demokratische Werte zu vermitteln und Demokratie im Alltag der jungen Menschen erlebbar zu machen. Wir wollen die jugendliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie die gesellschaftliche Eigen- und Mitverantwortung fördern.

 

Wie wir es erreichen wollen

 Der Schwerpunkt des Projektes lag auf der kreativen Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen in Form eines Graffitiwettbewerbes. Im Wesentlichen gliederte sich das Projekt in drei Phasen der Umsetzung.

 

Partizipation und Schaffung von Öffentlichkeit

... dienten der Bekanntmachung des Projektes (Wettbewerbsaufruf, Öffentlichkeitsarbeit, Präsentation der Internetpräsenz) und der Partizipation von LehrerInnen und Multiplikatoren der Sozialen Arbeit. In mehreren sächsischen Städten wurden aus diesem Grund im Herbst 2008 Fortbildungen angeboten, welche sich mit der Bedeutung von Jugendkulturen im Alltag von jungen Menschen auseinandersetzten.

 

Wissensvermittlung, Erfahrungslernen und kreative Ausdrucksformen

... die Arbeit mit der jugendlichen Zielgruppe stand im Vordergrund. Ein Kreativwettbewerb wurde ausgeschrieben, dessen Umsetzung im Frühjahr 2009 in Form von Workshop-Wochenenden bzw. Schulprojekttagen an den verschiedenen Projektstandorten erfolgte. In den Workshops wurden zunächst geschichtsrelevante Informationen vermittelt („Von der Diktatur zur Demokratie – Herbst ?89“) und gesellschaftspolitische Themen diskutiert.

Eindrücke, Emotionen, Erfahrungen und individuelle Ansichten sollten dann mittels kreativer Gestaltung reflektiert und kanalisiert werden.

Die individuelle Arbeitsweise (Ideen, Teamfähigkeit und kreative Umsetzung) wurde in der Gruppe diskutiert. Die jeweils fünf „besten“ Arbeiten wurden ausgewählt und die Jugendlichen für die Gestaltung einer Hausfassade nach Leipzig eingeladen.

Präsentation

... alle entstandenen Werke werden zu einer Wanderausstellung zusammengefasst und sollen an den jeweiligen Projektstandorten und in interessierten Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit gezeigt werden.

Mit der Veranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten „20 Jahre Friedliche Revolution“ in Leipzig (interaktive und kulturelle Angebote) wurde die Ausstellung am 25. Juni eröffnet und der Öffentlichkeit präsentiert.

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