Ansprechpartner

Leonard Schmieding
Kurator

Historisches Seminar der
Universität Leipzig

Tel. +49 (0) 341-973 70 55
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Reno Rössel
Ausstellung

Steinhaus e.V.
Steinstr. 37, 02625 Bautzen

Tel. +49 (0) 35 91-4 10 86
Fax. +49 (0) 35 91-46 06 29
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Förderer

Stiftung Aufarbeitung (2007)
Kulturstiftung (2006)
Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staats- sicherheistdienstes der ehemaligen DDR
Gedenkstätte Bautzen

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Die Ausstellung

The Early Days besteht derzeit aus 13 Schautafeln (70cm x 50cm, Hängesystem notwendig) und einer Schautafel mit Visitenkarten (80cm x 120cm). In zwei bis drei Vitrienen können verschiedene Artefakte (Urkunden, Preise, selbst angefertigte Kleidungstücke, ...) und technisches Equipment gezeigt werden. Fotos und Filmmitschnitte  sind als DVD (Endlosschleife) aufgearbeitet.

 

Projekt- und Veranstaltungsmodule

Ergänzend zur Ausstellung bieten wir verschiedene Projekt- und Veranstaltungsmodule - Eröffnungsvortrag, Ausstellungsrundgang, Zeitzeugengespräche, Filmvorführung, Schul- projekttage, Breakdanceauftritte, ...

Der vollständige Projektkatalog kann hier per mail angefordert werden. Gern schicken wir Ihnen diesen auch zusammen mit einem kurzen Imagefilm per Post zu.

 

Born in the GDR

Wie gelangte HipHop aus dem New York City der späten 1970er Jahre in die DDR der 1980er Jahre? Was machten ostdeutsche Jugendliche sich aus den Raps eines MC Melle Mel, den Mixes eines Grandmaster Flash, den waghalsigen Breaks der Rock Steady Crew und den unzähligen Graffiti in der Geburtsstadt dieser Kultur? Warum ließ die SED-Diktatur die Ausprägung von HipHop in der DDR zu, obwohl sie doch der 'imperialistischen Massenkultur' amerikanischer Prägung feindlich gesonnen war?

Die Ausstellung The Early Days nimmt sich dieser Fragen an, indem sie sich auf den alltäglichen Umgang zwischen HipHoppern und Vertretern der sozialistischen Obrigkeit konzentriert. Anhand von Fotos, Film- und Musikbeispielen, persönlichen Erinnerungsstücken (Urkunden, Trophäen, Kleidung), Akten der Staatssicherheit, Berichten der Volkspolizei und Entscheidungen von Partei und staatlichen Einrichtungen illustriert sie die Geschichte dieses einmaligen kulturellen Transfers. Dabei stehen individuelle Interpretationsmuster und Verhaltensspielräume im Zentrum der Betrachtung.

Unsere Herangehensweise basiert neben archivalischen Überlieferungen auf Zeitzeugenberichten beteiligter HipHop Künstler, deren Biographien in einzelnen Fallstudien näher beleuchtet werden. In dieser Hinsicht sind wir auf die Kooperation ehemaliger (und meist auch heute noch) Aktiver angewiesen, weshalb unsere Ausstellung auf stetiges Wachstum angelegt ist: Wir sind gespannt auf jede persönliche Erinnerung, auf jede HipHop-Biographie aus der DDR und laden ausdrücklich dazu ein, mit uns ins Gespräch.

Der kommunikative Ansatz der Ausstellung und ihre begleitenden Projekt- und Veranstaltungsmodule sind bislang auf unerwartet hohe Resonanz gestoßen. Gut gefüllte Veranstaltungssäle, lebendige Diskussionen und ein zufriedenes Publikum – jung wie alt, SchülerInnen wie LehrerInnen – bezeugen die Tragfähigkeit unserer Konzeptionen in Schule und Öffentlichkeit.